Artikel 15: Die Würde des menschlichen Lebens

Wir glauben, dass jede Person im Bilde Gottes geschaffen und der Anerkennung und Fürsorge würdig ist. Darum widerstehen wir allen Handlungen und Einstellungen, die das menschliche Leben entwerten. Insbesondere Ungeborene, Kinder, Behinderte, sozial Schwache, Alte und Sterbende sind solchen Ungerechtigkeiten schutzlos ausgesetzt. Christus fordert Seine Jüngerinnen und Jünger auf, sich für Schutzlose einzusetzen und ihnen liebevoll durch Anleitung zu Selbsthilfe, in Diakonie und Pflege beizustehen.

Jedes menschliche Leben ist Gott überaus wertvoll. Nur Ihm steht die endgültige Entscheidung über Leben und Tod zu. Deshalb glauben wir, dass Eingriffe mit dem Ziel Leben zu beenden, wie beispielsweise Abtreibung, Euthanasie und aktive Sterbehilfe, die Souveränität Gottes und die Würde des Menschen verletzen. Wir schätzen die Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft, erkennen jedoch, dass der Versuch, das Leben auf unbestimmte Zeit zu verlängern, Grenzen hat. Genauso gilt es in der Abhängigkeit von Gott Grenzen und Möglichkeiten biologischer Forschung abzuwägen. In allen komplexen ethischen Entscheidungen über Fortpflanzung, Leben und Tod versuchen wir im Rahmen der christlichen Gemeinschaft Hoffnung und Heilung, Unterstützung und Beratung, Korrektur und Maßstäbe anzubieten.

1 Mo 1,26-27; 1 Mo 2,7; 2 Mo 20,13; Hiob 31,15; Am 1-2; Mt 6,25-27; 25,31-46; Lk 4,18-21; Joh 10,11, Jak 2,1-12