Artikel 7: Das Leben der Gemeinde

Christen freuen sich an der Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Gläubigen. Sie schließen sich durch Taufe und Aufnahme einer Ortsgemeinde an, verpflichten sich, zum Aufbau des Leibes Christi beizutragen, und bezeugen die Gute Nachricht der christlichen Hoffnung. In der Gemeinschaft wachsen Mitglieder zur vollen Reife in Christus, indem sie die Frucht des Geistes in ihrem Leben zeigen, ihre geistlichen Gaben einsetzen und die Verantwortung füreinander übernehmen, das christliche Leben einzuüben.

Anbetung

Die Gemeinde zur Zeit des Neuen Testaments versammelte sich am ersten Tag der Woche, um die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu feiern. Die anbetende Gemeinde feiert Gottes Treue und Gnade, erneuert ihre Treue zu Gott, erbaut die Mitglieder des Leibes und fragt nach Gottes Willen für ihr Leben und ihre Mission. Durch ihr gemeindliches Leben, ihre Lieder, Gebete, Verkündigung, kreativen Beiträge, Gaben und Spenden, sowie durch Taufe und Abendmahl betet sie Gott an und verkündigt die Gute Nachricht von Gottes Errettung.

Gegenseitige Verantwortlichkeit

Die Gemeinde ist eine Bundesgemeinschaft, in der die Mitglieder in Glaubens- und Lebensfragen füreinander verantwortlich sind. Sie lieben einander, sorgen füreinander, beten füreinander, teilen ihre Freuden und Lasten miteinander, ermutigen, ermahnen und korrigieren einander. Je nach Bedarf teilen sie auch materielle Mittel untereinander.

Lokale Gemeinden folgen dem neutestamentlichen Beispiel und arbeiten bei übergemeindlichen Angelegenheiten in einem Geist der Liebe, der gegenseitigen Achtung und Abhängigkeit zusammen.

Die Gemeinde erforscht Gottes Willen, indem sie zu verstehen sucht, was richtig und was falsch ist, was weise oder bedenklich ist. Alle Gläubigen ermahnen einander ein Christus ähnliches Leben im Glauben zu führen. Das Neue Testament gibt Anleitung, wie in seelsorgerlicher Weise Konflikte zu lösen und Gemeindezucht auszuüben ist. Wo geschwisterliche Hilfe und Ermahnung nicht angenommen wird, ist die Gemeinde dafür verantwortlich, Glieder, die weiterhin bewusst sündigen, aus ihrer Gemeinschaft auszuschließen. Die Gemeinde versucht dennoch diese Personen zurückzugewinnen. Sie ist bereit zu vergeben und die Gemeinschaft mit denen wiederherzustellen, die Reue empfinden und Buße tun.

Gaben

Gott gibt jedem Gläubigen durch den Heiligen Geist Gaben für das Wohl des ganzen Leibes. Diese Gaben sollen im Dienst für Gott eingesetzt werden, sowohl zum Aufbau der Gemeinde und zur persönlichen Auferbauung als auch zum Zeugnis in der Welt. Alle in der Bibel beschriebenen Gnadengaben, sowohl Dienst- wie auch Lehr- und Wundergaben, haben auch heute noch in der Gemeinde ihren Platz.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für handwerkliche, kreative, diakonische und praktische Dienste. Diese Gaben sind wie alle anderen für die gegenseitige Erbauung und für die Mission der Gemeinde wichtig.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für leitende, pastorale, Predigt-, Lehr- und evangelistische Dienste, damit diese als Leitungsteam die Gemeinde für ihren Dienst befähigen. Im persönlichen Leben der Leiter, in ihren Familien, im Beruf und der Gemeinde soll Christus deutlich erkennbar sein. Die Gemeinde soll unter Gebet und durch die Leitung des Heiligen Geistes solche Leiter erkennen und sie im Geist der Liebe bestätigen, unterstützen, respektieren und darauf achten, dass die gesunde Lehre nicht verlassen wird.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für die Auferbauung der Gemeinde durch Wundergaben. Diese Gaben stellen zeichenhaft Gottes Größe und unsere Abhängigkeit von Ihm dar.

Gott ist der souveräne Geber aller Gaben. Ihre Ausübung wird von der geistgeleiteten Gemeinde geprüft und gegebenenfalls anerkannt.

Mt 6,9-13; Mt 7,1-5; Mt 18,15-20; Mt 22,34-40; Mk 12,28-34; Mk 16,17.18; Lk 10,25-37; Lk 24,45-49; Joh 13,1-20; Apg 2,37-47; Apg 17,11; Apg 20,7; Röm 12,3-8; 1 Kor 5,1-8; 1 Kor 12-14; 1 Kor 16,2; 2 Kor 2,5-11; Gal 5,22-23; Gal 6,1-5; Eph 4,11-16; 1 Tim 3,1-13; Tit 1,7-9; 1 Petr 5,1-4.