Missionarische Ausbreitung

Auch im zweiten Jahrzehnt hielt die Gemeinde an der bei ihrer Gründung angenommenen Zielsetzung fest: Sie sammelte die Gläubigen, die inzwischen vorwiegend aus der Sowjetunion kamen, und sie intensivierte ihre missionarischen Bemühungen im In- und Ausland.

Es war nicht immer leicht, die nötige Balance in der Gemeinde zu wahren. Der bunte Strauß Gottes, den die Gemeinde in Lage darstellte, wurde immer wieder von Krisen bedroht. Kulturelle Unterschiede der Heimkehrer aus Südamerika und der Sowjetunion führten zu Spannungen. Doch die Gemeinde überstand alle Krisen, indem sie ihren eigenen Stil fand und an ihrem Hauptanliegen - der Mission - festhielt.

Gemeindegründungen in Bielefeld

Ein großer Teil der Gemeindeglieder wohnte inzwischen im Großraum Bielefeld. So war es fast selbstverständlich, dass die Gemeinde hier mit ihren missionarischen Bemühungen ansetz-te. Mitte der 70er Jahre konzentrierte man die Aktivitäten auf den südlichen Stadtteil Brackwede. Wiederholte missionarische Einsätze führten dann im Jahre 1977 zur Gründung der ersten Tochtergemeinde in Bielefeld – Brackwede. 35 Lagenser Mitglieder konstituierten die neue Gemeinde, die im Laufe der Jahre stetig wuchs. Im Jahre 1979 gründeten Gemeindeglieder aus der MBG Lage eine weitere Gemeinde im Bielefelder Stadtteil Stieghorst. 54 Geschwister verließen die Gemeinde in Lage, um eine eigenständige neue missionarische Gemeinde in Bielefeld zu bauen. Heute zählt die Gemeinde im Stadtteil Sieker (die sogenannte „Casino-Gemeinde“) ca. 160 Mitglieder und die beiden Gemeinden arbeiten brüderlich zusammen in derselben Arbeitsgemeinschaft.