Mit einem Hauskreis fing alles an

Im Jahre 1954 kamen die ersten zukünftigen Gemeindeglieder der MBG Lage aus Südamerika nach Deutschland. In den folgenden 10 Jahren kamen immer mehr Rückwanderer über das Lager Friedland in das Lager Stukenbrock. Manche schlossen sich der Mennonitischen Brüdergemeinde in Neuwied an, andere trafen sich in Hauskreisen ohne Gemeindeanschluss. Sie wurden zuerst vom Prediger Jacob Vogt und später von Hugo Jantz, dem Pastor der  Gemeinde in Neuwied, betreut. Doch eine befriedigende Lösung war das nicht, dazu waren die Entfernungen zu groß.

Aus diesem Grund gab es am 23. September 1962 ein Treffen aller Interessenten unter der Leitung von Hugo Jantz und Abram Neufeld, dem damaligen Vorsitzenden der Mennonitischen Brüdergemeinden in Deutschland. Zwei Monate später trafen sich schon etwa 23 Erwachsene und 15 Kinder zum Gottesdienst.

1963 wurde George Jantzen, Lehrer an der Bibelschule Brake, von der Bundesleitung der Mennonitischen Brüdergemeinden gebeten, sich der Gruppe im Raum Bielefeld / Lage anzunehmen.

Im Winter 1964/65 bat die Gruppe unter der Anleitung von George Jantzen die Missionsbehörde der Mennonitischen Brüdergemeinden in Nordamerika darum, Jacob und Martha Vogt nach Lage zu berufen, um bei der Organisation und dem Aufbau der neuen Gemeinde mitzuhelfen. Im September 1965 kam das Ehepaar Vogt nach Lippe und begann mit wöchentlichen Hausbibelstunden bei verschiedenen Familien. Im Herbst 1965 besuchten bereits mehr als 30 Personen den monatlichen Gottesdienst, so dass beschlossen wurde, einen Saal zu mieten und mit sonntäglichen Gottesdiensten zu beginnen. Der erste Gottesdienst in der Schule in Müssen wurde gefeiert und Weihnachten 1965 zählte man schon 88 Gottesdienstteilnehmer.