Vorwort

Eine gemeinsame Geschichte

Die Mennonitischen Brüdergemeinden haben ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts und in der Erweckungsbewegung in Südrussland im 19. Jahrhundert. Die Täufer (Mennoniten) betrachteten ihre Bekenntnisse stets als öffentliches Zeugnis dessen, was sie glaubten, ausgehend von und verwurzelt in der Bibel, dem Wort Gottes. Jedes Glaubensbekenntnis bleibt diesem Wort unterstellt und daher überprüfbar.

Ein gemeinsames Glaubensbekenntnis

Wir hoffen, dass die Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Brüdergemeinden in Deutschland (AMBD) mit Hilfe dieser Veröffentlichung ihre innere Einheit in Christus neu bezeugen. So bleiben wir gemeinsam unterwegs und finden als Christen, Kleingruppen und Gemeinden Orientierung für Lehre, Leben und Gemeindepraxis.

Dieses Glaubensbekenntnis ist eine Neufassung der bisherigen Glaubensbekenntnisse der Mennonitischen Brüdergemeinden (1902 in Deutsch, 1975 in Englisch, 1980 in Deutsch). Als Vorlage diente das 2001 in Nordamerika verfasste neue (englische) Glaubensbekenntnis. Es wurde im März 2007 in der Delegiertenversammlung der AMBD von den stellvertretenden Geschwistern aller Gemeinden angenommen und spiegelt das Schriftverständnis und die Glaubensüberzeugungen der Schwestern und Brüder unserer Gemeinden wider.

Möge das Studium des Wortes Gottes – mit dem Glaubensbekenntnis als Begleiter – dazu beitragen, dass wir neu über Gottes Größe und Gnade staunen und ihm dann unser Leben vorbehaltlos zur Verfügung stellen, »damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit« (Epheser 1,12).

Walter Fast

Vorsitzender der AMBD

Mai 2007